Test zwei Spalten

Was mich abseits der unklaren Faktenlage (es gibt einmal mehr mindestens 2 Wahrheiten!) immer wieder umtreibt, ist die krass veränderte Haltung vieler Deutscher zum Ausstieg aus der Kernenergie. Es kommt mir so vor, als würde ein paar Jahre nach Fukushima nur noch eine Minderheit für den Atomausstieg gewesen sein. Aber wir wissen, dass es anders war, nicht wahr?

Dass Merkel sich – einmal mehr? – von einer augenblicklichen Stimmung in der Bevölkerung hat beeinflussen lassen, wird oft behauptet. Der Entschluss nach dieser Atomkatastrophe war aber vielleicht nicht so vorschnell, wie manche Kommentatoren es heute darstellen. Jedenfalls gab es keine größere Kritik an Merkels plötzlichem Umdenken zum damaligen Zeitpunkt.

Umso merkwürdiger ist es, dass die Leute jetzt so über die Konsequenzen der auch von ihnen unterstützten Entscheidung denken. Natürlich – Strom ist teuer geworden, und wir stehen mit unserer Klimabilanz heute nicht gerade wie der Klassenprimus da.

Ich finde es auch seltsam, dass trotz aller Bemühungen, die uns alle viel Geld gekostet haben, von „grüner“ Seite jetzt so getan wird, als würde der Atomausstieg mit seinen gewaltigen wirtschaftlichen Konsequenzen für sie Schnee von gestern sein. Dass sie heute (Jamaika) nicht hinter ihre lauthals proklamierten Positionen zurücktreten können, ist Schicksal.

Wahrscheinlich kommt die GroKo zurück. 

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Ist unser parlamentarisches System nicht aufgrund der unterschiedlichen Mehrheitsverhältnisse in Bundestag und Bundesrat darin geübt, mit derlei Problemstellungen umzugehen? Warum es dann nicht versuchen? Nur, weil es für die Damen und Herren Politiker etwas unbequemer würde?

Mein Plädoyer mit anderen Worten. Versuchen wir es mit einer Minderheitsregierung.

Ein Argument dagegen lautet, dass Länder mit zwei Kammern nicht geeignet seien.

Diesen Gedanken finde ich den einzig falschen in diesem Artikel:

Ist unser parlamentarisches System nicht aufgrund der unterschiedlichen Mehrheitsverhältnisse in Bundestag und Bundesrat darin geübt, mit derlei Problemstellungen umzugehen? Warum es dann nicht versuchen? Nur, weil es für die Damen und Herren Politiker etwas unbequemer würde?

😈

„Noch wird zwar nur angeboten, eine Minderheitsregierung unter Führung der Union zu tolerieren, aber das ist nur der erste Schritt zurück in die Große Koalition. Gesine Schwan und Wolfgang Thierse bringen auf SPIEGEL ONLINE eine Kenia-Koalition aus Union, SPD und Grünen ins Spiel, das ist eine nette Idee, aber selbstverständlich vollkommen unrealistisch: Warum sollten sich die Grünen in dieses Bett legen? Werden sie nicht tun. Und dann bleiben eben doch nur die beiden nicht mehr ganz so Großen übrig.“ | Quelle

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In der Kürze liegt die Unvollständigkeit

Eigenartig, dass der Ressortchef International der NZZ eine unvollständige Analyse der gescheiterten Jamaika – Sondierungsgespräche in seinem kurz-knapp-dürftigen Kommentar abgibt

Natürlich hat er die beiden Punkte richtig identifiziert,.

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 die in der Öffentlichkeit die größte Beachtung erhielten, verschwiegen hat er jedoch, dass es darüber hinaus 235 strittige Punkte zum Ende der Gespräche gab, die sich u.a. sehr wohl mit den Themen befassten, denen er als ausländischer Beobachter des Treibens in Deutschland, mehr Aufmerksamkeit gewünscht hätte.

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    Die deutsche Öffentlichkeit hat ihren eigenen Fokus bei den Verhandlungen gehabt. Ich frage mich deshalb, ob Herr Rásonyi es denn besser gefunden hätte, dass eine künftige Regierung am Interesse der Bevölkerung vorbei verhandeln würde.

    Nicht wegen unüberbrückbarer Differenzen über existenzielle Probleme des Landes, über die grundlegende wirtschaftspolitische Ausrichtung oder das Eingehen internationaler Allianzen.

    Quelle: Jamaika: Für Merkel ist es Zeit, die Wähler zu fragen | LINK

    Das System Merkel ist gescheitert: Die Kanzlerin schafft es erstmals nicht mehr, durch stille Diplomatie und politischen Pragmatismus eine Machtbasis für sich zu schaffen. Das Land sollte jetzt in aller Ruhe neue Wege gehen.

    Quelle: Jamaika: Für Merkel ist es Zeit, die Wähler zu fragen

    43% der Stromversorgung aus der Kohleverbrennung?

    Diese Zahl lese ich immer wieder. Aber stimmt sie auch? Immerhin ist es tröstlich, dass offenbar viele den Ausführungen des WO – Autors folgen. Die Abstimmung lässt darauf schließen. Immerhin teilen 64 % seine Meinung, nur 4 % sehen es anders.

    Dem Anschein nach tun wir uns derzeit mit „grünen Projekten“ etwas schwer. Neben regionalen Animositäten spielt der Einfluss der permanent gegen alles wetternden AfD in meinen Augen eine Rolle.

    Was mich abseits der unklaren Faktenlage (es gibt einmal mehr mindestens 2 Wahrheiten!) immer wieder umtreibt, ist die krass veränderte Haltung vieler Deutscher zum Ausstieg aus der Kernenergie. Es kommt mir so vor, als würde ein paar Jahre nach Fukushima nur noch eine Minderheit für den Atomausstieg gewesen sein. Aber wir wissen, dass es anders war, nicht wahr?

    Dass Merkel sich – einmal mehr? – von einer augenblicklichen Stimmung in der Bevölkerung hat beeinflussen lassen, wird oft behauptet. Der Entschluss nach dieser Atomkatastrophe war aber vielleicht nicht so vorschnell, wie manche Kommentatoren es heute darstellen. Jedenfalls gab es keine größere Kritik an Merkels plötzlichem Umdenken zum damaligen Zeitpunkt.

    Umso merkwürdiger ist es, dass die Leute jetzt so über die Konsequenzen der auch von ihnen unterstützten Entscheidung denken. Natürlich – Strom ist teuer geworden, und wir stehen mit unserer Klimabilanz heute nicht gerade wie der Klassenprimus da.

    Ich finde es auch seltsam, dass trotz aller Bemühungen, die uns alle viel Geld gekostet haben, von „grüner“ Seite jetzt so getan wird, als würde der Atomausstieg mit seinen gewaltigen wirtschaftlichen Konsequenzen für sie Schnee von gestern sein. Dass sie heute (Jamaika) nicht hinter ihre lauthals proklamierten Positionen zurücktreten können, ist Schicksal.

    Deutschland sollte sich von den 18 Ländern, die ihren Ausstieg feierlich erklärt haben, nicht so beeindrucken lassen! 

    Die 18 Staaten, die aus der Kohleverstromung aussteigen, plustern sich auf: Die meisten haben Atom- oder Wasserenergie und sind nicht mit dem deutschen Mix vergleichbar. Aber Hauptsache, immer feste druff.

    Quelle: Klimagipfel: Deutscher Kohleausstieg? Es geht längst nicht mehr um das Ob – WELT

    Hättest besser mal geschwiegen, du alter weißer Mann

    Immer ist es ja vielleicht doch nicht falsch, was Seemann  gestern geschrieben hatte? Wenn ich mir das Gesülze dieses 58jährigen durchlese, krieg ich definitiv Plaque. Es ist die Zeit der nationalistischen Hirnamputierten. Solche Leute nennt man in Künstlerkreisen allerdings nicht so. Dort gelten sie als Exzentriker.

    Ist ja nicht so tragisch. Seine Musik mochte ich sowieso noch nie.

    Wegen offener Grenzen sei Berlin Europas „Vergewaltigungshauptstadt“ geworden – und überhaupt, die Länder des Kontinents verlören ihre Identität. In einem Interview vertritt Morrissey seine radikalen Ansichten.

    Quelle: „Vergewaltigungshauptstadt Berlin“: Morrissey redet sich um Kopf und Kragen

     

    Morrissey ist jetzt ein alter, ideenloser Verschwörungstheoretiker | Quelle

    Es geht um einen muslimischen Staat und Bild gehts um die Unterstützung und Förderung hier existierender Vorbehalte

    Natürlich kommt es bei vielen Menschen in Deutschland gut an, wen angesichts dieser Gerichtsentscheidung „mal wieder“ ein bisschen skandalisiert wird. Gestern wars Barbie-Djhad, die kopftuchtragende Barbie-Puppe an der Frau Kelle sich bei Welt Online abgearbeitet hat, heute ist es eben dieser Pflegel aus der Bild-Redaktion, der mal wieder eine Gelegenheit gefunden hat.

    Machen wir uns doch nichts vor: Unzählige applaudieren doch grundsätzlich, wenn es gegen Muslime geht. Da spielt ein Sachverhalt keine Rolle. Die Leserbriefe zum Kelle-Artikel macht deutlich, wo in Deutschland der Hammer hängt. Gefühlte 95% aller Zuschriften setzen noch gröbere Keile als beispielsweise dieser „Chefredakteur“ und beklagen sich gleichzeitig, was ich immer wieder besonders apart finde, dass man das in Deutschland ja alles nicht sagen dürfe…

    Also sowas hier zum Beispiel:

    Ab und zu wagt es WO einen derartigen Artikel „durchzulassen “ bzw. Herrn H. Broder mit seinem Sonderstatus etwas eher Kritisches zum ansonsten zelebrierten Rot-Grün-Meinungsdiktat formulieren zu lassen, um sich den Anstrich eines weltoffenen, tatsächlich liberalen, Meinungsvielfalt zumindest andeutungsweise pflegenden Printorgans zu geben. Die meisten Leser wissen aber sehr genau, wie sie das einzuschätzen haben. Das ist an den Kommentaren sehr gut abzulesen. Da hilft alles lö-chen nichts.Quelle: Facebook-Sperre: Ich bin jetzt auch eine islamfeindliche Hetzerin. Danke! – WELT |
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    Hier ein Zitat „BILD“ aus dem Artikel im BILDblog:

    Der Israeli klagt in Deutschland — und verliert. Der Israeli sei Kuwait Airways — und jetzt kommt ein Zitat — „nicht zumutbar“, so das Landgericht Frankfurt. Dass Juden in irgendeiner Weise „nicht zumutbar“ sein sollen, ist die Sprache der „Nürnberger Rassengesetze“, die wiederum Grundlage für Boykott, Deportation und schließlich „Endlösung“ waren. Dass ein deutscher Richter sich dieser Sprache bedient, um ein Skandalurteil zu rechtfertigen, ist eine Schande für Deutschland.

    Quelle: Julian Reichelt erfindet Richter-Zitat — BILDblog |
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    Würmer in Lebensmitteln

    Sowas kann ja immer passieren.

    Wir waren auf Mallorca. Dort gab es zu dieser Zeit wunderbar frische Nektarinen. Täglich habe ich eine davon genossen. Ich lag auf meinem Bett und biss in diese wunderbare Frucht hinein. Und was sahen meine Augen? Ein einziges Gewimmel von nicht gerade kleinen Maden. Ich brauchte eine Weile bis ich wieder unbefangen in eine Frucht hineinbeißen konnte.

     

    Eine Duisburgerin hatte ihren beiden Kindern den Backfisch von Nordsee zum Abendessen erwärmt. Als sie ihren dreijährigen Sohn mit dem Fisch füttern wollte, fiel ihr gerade noch rechtzeitig ein sieben Zentimeter langer, transparenter Wurm im Fisch auf, wie die Rheinische Post berichtet.

    Quelle: Ekel-Fund! Duisburgerin füttert ihren Sohn mit Nordsee-Backfisch – und entdeckt sieben Zentimeter langen Wurm

    Es bleibt immer etwas hängen

    Nach 40 Jahren, unmittelbar vor Wahlterminen, tauchen plötzlich 9 Frauen quasi aus dem Nichts auf und erheben Vorwürfe sexuellen Missbrauchs gegen einen Senatskandidaten. Vielleicht lassen sich die Vorwürfe noch belegen. Dieser „Skandal“ reicht jedenfalls in den USA wohl dafür aus, die Karriere des umstrittenen Politikers zu beenden. Wenigstens etwas, das dort ebenso gut funktioniert wie anderswo.

    Der christlich-fundamentalistische Senatskandidat Roy Moore aus Alabama wird für die Republikaner zu einem echten Problem.

    Quelle: Roy Moore soll nach Missbrauchsvorwürfen gehen

    Doofkopp Blondi eröffnet den Reigen

    Ob diejenigen, die mit dem vorgeschobenen Argument, wir sollten uns gefälligst um unsere deutschen Belange kümmern und uns nicht ständig an diesem Hirntoten aus Washington abarbeiten, das weiter aufrechterhalten werden?

    Von der Verhängung von Strafzöllen des us-amerikanischen Handelsministeriums sind weltweit insgesamt 6 Länder betroffen.

    Am schlimmsten erwischt es Deutschland. Für kaltgewalzte Röhren wird ein Strafzoll von 75 bis 209% verhängt. An zweiter Stelle folgt China mit Strafzöllen von 62 bis 187%.

    Wie lange es wohl jetzt noch dauern wird, bis Deutschland und die anderen Länder sich revanchieren werden und eine Überbietungspirale mit unabsehbaren Folgen für den Welthandel beginnt?

    Namentlich als «Dumper» aufgeführt werden vom US-Handelsministerium im Fall Deutschlands wie schon bei der Schweiz Benteler (Benteler Steel/Tube GmbH / Benteler Distribution International GmbH) und Mubea (Mubea Fahrwerksfedern GmbH) sowie zusätzlich Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH.Quelle: USA verhängen Strafzölle gegen Schweizer Exporteure |
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    Ist der Ruf erst ruiniert

    Nun gibt es in Deutschland sowieso nur eine übersehbare Zahl von Leuten, die ähnlich über Russland denken wie Ex-Kanzler Schröder. Insofern wird der Einfluss Schröders im Sinne des Artikels so groß schon nicht sein. Ich glaube kaum, dass Schröders Ansichten viele Menschen dazu bringen werden, ihr Bild zugunsten Putins zu ändern.

    Allerdings ist die Kritik an Schröders Verhalten vor allem deshalb berechtigt, weil er mit seinem Verhalten das Ansehen aller demokratischen Institutionen in Deutschland beschädigt. Das ist schlimm genug.

    Der frühere Bundeskanzler Schröder lobbyiert nicht nur für deutsch-russische Energieprojekte, sondern übt auch grundsätzliche Kritik an der europäischen Politik gegenüber Moskau. Er macht sich damit zum Propagandainstrument des Kremls.

    Quelle: Gerhard Schröder ist eine Peinlichkeit für Deutschland

    Wann reiht sich Deutschland in die Reihe der Ausstiegsstaaten ein?

    Egal, was Merkel sagt. Die Regierung bleibt unter Druck. Der Kohleausstieg wird schneller kommen, als viele sich das im Moment vorstellen oder auch wünschen werden.

    Das internationale Bündnis bringt Deutschland unter Druck. Umweltorganisationen und auch eine Reihe von deutschen Unternehmen fordern längst einen schnellen Kohleausstieg. Aber bei den derzeitigen Jamaika-Sondierungen ist die Forderung nach einem Ende der Kohleenergie hoch umstritten.

    18 Staaten beschließen Ausstieg aus der Kohleenergie – Politik – Süddeutsche.de | Quelle

    Statistiken – immer für Überraschungen gut

    Im Kölner Stadt-Anzeiger las ich heute morgen, dass die durchschnittlichen Renten in westdeutschen Haushalten monatlich bei netto 2.800 Euro lägen, im Osten hingegen nur bei ca. 1.900 netto. Es gibt also Menschen, die weniger und welche, die mehr Rente bekommen. Wer die Diskussionen verfolgt wird sich nach Kenntnis dieser Zahlen auch sagen, dass die Menschen, die 2.800 Euro monatlich zum Leben haben (Krankenkasse ist ja runter) nach Abzug der Miete wahrlich kein schlechtes Leben führen werden. Ja, sogar die Kollegen im Osten werden mit 1.900 Euro monatlich damit gut zurechtkommen. Allerdings ist dieser Unterschied schon wirklich heftig.

    Die Frage, die mit dieser Durchschnittswertbetrachtung aber überhaupt nicht beantwortet ist, ist, wie viele Menschen mit Minirenten auskommen müssen und was man dagegen tun kann. Die Leute, die je Haushalt über 2.800 Euro im Monat an Rente bekommen, werden mit weniger noch gut leben können. Aber angesichts der Diskussionen über die Rentenhöhe werden sie kaum bereit sein, nach ihrem Ausstieg aus dem Berufsleben noch mal – diesmal auf anderer Basis – mit einem Umverteilungsprogramm konfrontiert zu werden. Der Staat hat an dieser Stelle nur noch wenig Eingriffsmöglichkeiten.

    Keine Räume für Verschwörungstheoretiker?

    Inwieweit es für eine gesunde Sicht auf die real existierende Medienlandschaft spricht, die taz als atlantisches Kampfblatt und neoliberale Speerspitze zu bezeichnen, lass ich mal dahingestellt. Ich mag weder die „Nachdenkseiten“ noch „Ken Jebsen“ besonders.

    Trotzdem frage ich mich, ob das Verfahren, das im taz Artikel gepriesen wird und das nur dem Ziel gedient hat, eine Preisverleihung im Dunstkreis „alternativer Medien“ an den Mann, in diesem Fall, Ken Jebsen, zu bringen, sinnvoll ist. Ich glaube das nicht! Mit solchen Maßnahmen wird nur eins erreicht. Die schon jetzt überzeugten Leser alternativer Nachrichten fühlen sich in ihren Ansichten bestärkt, die Autoren bestätigt.

    Unabhängig von alledem, ich schau mir das eine oder andere Video von Jebsen gern an. Es ist oft genug so, dass man dort „Dinge“ erfährt, die woanders verschwiegen werden. Dass man eine sorgfältige Quellenkritik dort nicht weniger notwendig braucht als anderswo ist selbstverständlich.

    Himmelreich für Brüderle

    Frau Himmelreich, populär geworden durch einen Stern-Artikel über sexistische Bemerkungen eines älteren Herrn und FDP-Politikers mit einem wohl unvermeidlich folgendem #Aufschrei, hat bei Anne Will sinnmäß gesagt, sie habe damals der Öffentlichkeit klarmachen wollen, dass Brüderle als Bundesvorsitzender der FDP aufgrund seines Alters nicht mehr infrage käme.

    Der Anlass für die Veröffentlichung des viel beachteten Artikels lag in den missratenen „Komplimenten“, die Brüderle Frau Himmelreich eines abends gemacht hatte. Die beiden kannten sich zu diesem Zeitpunkt bereits recht gut, weil sie sich im Rahmen mehrerer Interviews mit Brüderle getroffen hatte.

    Diese Tatbestände waren mir zwar bekannt. Neu ist mir allerdings, dass Himmelreich mit ihrem Artikel die politisch motivierte Absicht verfolgt hat, einen Politiker in der Öffentlichkeit unmöglich zu machen. Oder wie sonst soll man ihr Geständnis verstehen?

     

    Keiner da, der „es richten“ könnte?

    Eine ernüchternde und hoffentlich nicht ganz zutreffende Beschreibung der Schlussfolgerungen aus den aktuellen Diskussionen über den Klimawandel.

    Vor einigen Wochen musste man noch in Richtung USA schielen, wenn man Klimagegner in Aktion beobachten wollte, nun reichen auch die Sondierungsverhandlungen zwischen der Union, Grüne und FDP. Kompromisse bei Kohleausstieg und Verbrennungsmotor, Verschiebung der Klimaziele um 30 (!) Jahre und die Denunziation von Umweltschutz als Ideologie – ein Feuerwerk von rückwärtsgewandten Aussagen brach binnen weniger Tage über uns ein.

    Quelle: Die Klimadiskussion enttarnt zwei Trugschlüsse – Alice in Wonderland

    Keine Suche nach Gemeinsamkeiten?

    Dieser A-Blogger hadert mit dem Zustand der Republik. Aber stimmt seine Bestandsaufnahme? Wer die so genannten „Sondierungsgespräche“ in Berlin verfolgt, kriegt doch einen ganz anderen Eindruck!

    Mehr Ringen um Gemeinsamkeiten geht ja eigentlich gar nicht.

    Die Nation bröselt zwischen diesen Polen vor sich hin, weil niemand Interesse hat, da noch das Gemeinsame zu finden.  Quelle

    Meinungsfreiheit bleibt in Gefahr

    Wenn Roland Tichy über die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten schimpft (und das tut er auf allen erdenklichen Kanälen) denke ich, der Mann spinnt doch! Schließlich sitzt er ständig in irgendwelchen Talkshows im ör Fernsehen und verbreitet seine Sicht der Dinge. Dass er dazu, wie Henryk M. Broder einen Hang entwickelt hat, Deutschland möglichst schwarz zu malen, ist mein zentraler Vorwurf an beide.

    Ja, mir würde es gefallen, wenn Tichy Hausverbot bei ARD und ZDF bekäme – wegen rufschädigender Propaganda. Aber das wäre ja dann wirklich ein massiver Eingriff in die Meinungsfreiheit.

    Tichy und die Seinen betonen doch immer, wie schlecht es um die Meinungsfreiheit in Deutschland bestellt sei.

    Das liest und hört man – so empfinde ich das  – buchstäblich auf allen Kanälen. Also scheint es mit der Behauptung doch nicht weit her zu sein. Dazu passen Videos wie dieses. Ich empfand es als Zumutung, den Leuten auf dem Podium zuzuhören. Kaum zu glauben, dass Lengsfeld 15 Jahre im Bundestag gesessen hat und der eine Herr Professor sogar mal Bundesminister war.

    Während Lengsfeld radebrechend den Versuch unternahm, uns die Meinungsfreiheit in Deutschland als Exotin zu verkaufen, parlierte der Herr Professor über Ethik und Meinungsfreiheit. Das Zuhören hat sich nicht gelohnt!

    Es ist anstrengend, und es wird noch schlimmer

    Dieser kleine Ausschnitt aus einem Spiegel-Artikel trifft mein Gefühl in dieser Sache gut:

    Jede Veränderung provoziert auch solches Unbehagen oder Abwehrreflexe, zumal wenn sie ein derart überforderndes Tempo wie die aktuelle Debatte um männlichen Sexismus und Machtmissbrauch in Hollywood aufnimmt.

    Es ist anstrengend, sich zu positionieren, sich eine Meinung zu bilden, wenn alles so unübersichtlich und volatil erscheint, gerade wenn ein System sich auflöst, das mit Träumen, moralischen Idealen und Eskapismus dealt: Es ist, als würden die Drogen plötzlich nicht mehr wirken – und ist gezwungen, sich damit zu befassen, wie schmutzig es hinter all dem schönen Schein ist.

    Quelle: Weinstein, Spacey und die Folgen: Traumfabrik, aufgewacht – SPIEGEL ONLINE |
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